A Indian travel odyssee, Part I
Na, da ging doch unser geplanter Wochenendtrip Donnerstag Nachmittag fast schon in die Hose. Frühzeitig zur Abreise getroffen, machte uns ein Regenschauer biblischen Ausmaßes einen gehörigen Strich durch die Rechnung.
Von Vellore mussten wir nach Chittor, um dort den Anschlußzug nach Hyderabad zu erwischen. Danke des Regens ging erstmal eine Zeitlang Verkehstechnisch nichts und es verstrichen minuten um minuten.
Erste Versuch gleich ein Taxi nach Chittor zu bekommen scheiterten daran, dass die Taxifahrer meinten, sie benötigen ca. 40 (indische) minuten um uns abzuholen, hinzu kommt dann eine Fahrtzeit von nochmals min 45 minuten. Hoch gerechnet würden wir damit unseren Zug um gut 5 minuten verpassen.
Ok, dann ab mit der Rikshaw zum Busbahnhof, wo ja alle 15 minuten ein Bus nach Chittor fährt. Blöd nur, dass die Busse so überfüllt sind, dass die Leute aussen anhängen oder gar auf dem Dach sitzen. Mit Gepäck, 45 Minuten auf Dach im Regen sitzen? Ne, Lebensmüde sind wir dann doch nicht. Aber um die Ecke ist ja Katpadi Junction, vieleicht erwischen wir dort ein Verkehrsmittel, welcher Art auch immer.
Zug? Nein, ist gerade abgefahren. Taxi? Ja, aber nicht nach Chittor, ist ja in Andhra Pradesh. Aussage eines Taxifahrers, bei ca. 10 da stehenden Taxen, aber wo sind die Fahrer? Diese Frage konnte uns niemand beantworten, aber man rief dann einen anderen Kollegen an, der fahren würde und tatsächlich nach 15 minuten kam einer der fahren würde. Nun war es schon 17:15 Uhr, der Zug fährt 17:30 Uhr. Jetzt zählt nur noch das Prinzip Hoffnung, indische Bahn? Hat doch immer verspätung, also los, dann sind wir auf jeden Fall schonmal in Chittor und wenn nicht, dann gibts noch den Busbahnhof, mit regelmäßigem Verkehr nach Hyderabad und weitere Zugverbindungen.
Die Taxifahrt, ca. 40Km durch indisches Bergland, in strömenden Regen und ohne Scheibenwischer, der entweder kaputt war oder gegen den Regen nichts ausrichten konnte, war purer Blindflug. Wenigsten hörte der Taxifahrer noch gut genug um den entgegenkommenden Autos anhand der Hupe auszuweichen. Ein aufblitzendes Fernlicht konnten manchmal auch noch erkannt werden.
Auf jeden Fall erreichten wir Punkt 18:00 Uhr den Bahnhof, der Zug hatte auch Verspätung, aber nur 15 Minuten.
Hurra! Was nun?
Ob wir unser Ziel wirklich erreicht haben und wie die Odyssee weiter ging, kann im 2. Teil nachgelesen werden…
Nur ein Scheibenwischer, aber der brachte auch nicht viel… Man fährt hier einfach mehr nach Gehör…