Nix zu tun, was nun?

April 4, 2008 at 7:27 (Land und Leute)

Wie schon geschrieben ist unser Projekt fast abgehakt und wir haben am VIT nix mehr zu tun. Da aber in Vellore ausserhalb der Utopia Mauern des VIT ebenfalls tote Hose herrscht, ist man regelrecht gezwungen sich auf reisen zu begeben. Das haben Simon und ich dann in dieser Woche auch getan.

Für umgerechnet 60 Cent gings mit dem Bus in die ca. 200km entfernte ehemalige franz.
Kolonie Pondicherry. Jeder sagte uns da muss man mal hin. Also, warum nicht.

Die Stadt ist immer noch eines der Hauptreiseziele von Europäern und bietet jede Menge franz. Flair am Strandviertel. Viele Cafés und Restaurants, mit hauptsächlich europäischer Küche, franz. Mittelmeer Architektur und jede Menge “weiße”, was für ein ungewohnter Anblick, nachdem wir die ganze Zeit die Attraktion gewesen sind. Nach 6 Wochen Indien, auf jeden Fall ein netter Rückfall nach Europa, aber wenn man wirklich Indien bereisen will, Land und Leute kennen lernen will, sollte man Pondi meiden.

Die Indier in Pondi sind schon so an die ”dummen” weißen gewohnt, dass sie ungeniert 40 Rs für
1km Rikshaw fahrt verlangen und unverschämt werden, wenn man über den Preis anfängt zu verhandeln. Wir sind dann wohl doch schon zu sehr angepasst.

Na, wir beide haben es auf jeden Fall genossen mal wieder frischen, knackigen Ruccola Salat
( sogar aus biologischen Anbau), griechischen Salat, Croissants, Baguette, blanchiertes
knackiges Gemüse und sonstige franz. Küche zu haben. Es gab sogar Rindersteaks!

Ach, und ich konnte auf ESPN Mittwoch Nacht mir das CL Spiel Arsenal London gegen Liverpool ansehen, war das herrlich, echter Fussball live, egal ob gut oder schlecht, grüner Rasen, Blutgrätsche und englischer Kampf. Freu mich schon wie’n Schneekönig mit den Jungs zum letzten Lilien Heimspiel diese Saison gehen zu können, LILIEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

So, heute sind wir nochmal ein Tag am VIT, Mails, Fußball Ergebnisse und ein wenig die
aktuelle Weltlage checken. Morgen früh gehts dann um 7:00 Uhr mit dem Bus nach Bangalore.

Lassts Euch gut gehen,
Steffen

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